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Gletschergarten Luzern – Hauptversammlung Mountain4Life​

Für unseren diesjährigen Event nach der HV trafen wir uns kurz vor 10:00 Uhr am Löwendenkmal in Luzern. Aufgrund von Allerheiligen wirkte die Stadt am Morgen noch wie im Tiefschlaf. Nur vereinzelt sah man Menschen in der Stadt. Die einen drehten ihre Jogging-Runde, die anderen sassen am See und beobachteten die Schwäne und wiederum andere, vorwiegend Touristen, bestiegen eines der wartenden Schiffe für eine Fahrt auf dem Vierwaldstättersee.

Doch zurück zum Löwendenkmal. Nachdem wir dieses kurz auf eigene Faust bestaunt hatten, wurden wir kurz darauf auch schon von unserem Guide begrüsst. Nach einem kurzen «Check-In» und dem Besorgen der benötigten Tickets ging es auch schon los. Wir erhielten eine ausführliche Information über das Löwendenkmal und seine Hintergründe. Kurz zusammengefasst erinnert dieser Löwe als Denkmal an die gefallenen Schweizer Söldner, welche den französischen König Louis XVI beschützt hatten und im Jahre 1792 beim Sturm auf dessen Schloss in Paris gefallen waren.

Der Löwe befand sich im Luzerner Sandstein und damit ging unsere eigentliche Reise los. Bereits beim Löwendenkmal konnte man feststellen, die die Gesteinsschichten im Winkel von 55 Grad aufgeschichtet waren. Diese schrägen Aufschichtungen geschahen vor rund 15 Millionen Jahren, als die Afrikanische Kontinentalplatte mit der Eurasischen Kontinentalplatte kollidierte. Die kilometerdicken Gesteinsschichten schoben, falteten und stauchten sich in die heutige Form und eben im Winkel von 55 Grad. Aufgrund dieser beiden Kontinentalplatten entstanden übrigens auch unsere heiss geliebten Alpen.

Nach dem Betreten des Gletschergartens stiessen wir auf die ersten Gletschertöpfe. Auch hier stiessen wir wieder auf spannende Hinweise aus einer Zeit vor 20’000 Jahren, als Luzern und die Mehrheit der Schweiz mit einer kilometerdicken Eisschicht überzogen war. Die Gletschertöpfe sind uralte Zeugen dieser Eiszeit und entstanden durch Schmelzwasser, welches Sand und Gesteinsstaub mit sich führte und so wirbelförmige Trichter in den Sandstein geschliffen hatte.

Zusätzlich konnten wir am Sandstein und den anderen Findlingen Überreste aus einer wärmeren Epoche bestaunen. Versteinerte Muscheln und Palmenblätter zeugten davon, dass das Klima in Luzern auch einmal viel wärmer, ja sogar mediterran, war.

Im Anschluss betraten wir mit der 2021 eröffneten Felsenwelt eine eindrückliche Zeitreise im Untergrund. Auch hier immer wieder durchgängig die 55 Grad schrägen Gesteinsschichten und versteinerte Überreste einer früheren Zeit.

Nach der eindrücklichen Felsenwelt betraten wir noch das verwirrende (oder verworrene) Spielelabyrinth und schauten uns das Museum an. Die beiden Attraktionen hatten zwar weniger mit unseren Bergen oder deren Entstehung zu tun, rundeten unseren Besuch aber passend ab.

Bevor wir uns wieder verabschiedeten, genossen wir noch das eine oder andere Getränk im Bistro und verspeisten das eine oder andere Stück Kuchen. Alles in Allem ein sehr gelungener und spannender Event, passend für den Abschluss eines gelungenen Vereinsjahres von Mountain4Life. Wir sind jetzt schon gespannt, wo es uns im Jahr 2026 hin verschlägt.

Gletschergarten Luzern - Hauptversammlung Mountain4Life
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