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Chamonna Lischana - Lischana Hütte - Piz San Jon - Fuorcla da Rims - Lais da Rims - Il Quar - Sur En - Scoul
Chamonna Lischana - Lischana Hütte - Piz San Jon - Fuorcla da Rims - Lais da Rims - Il Quar - Sur En - Scoul
Chamonna Lischana - Lischana Hütte - Piz San Jon - Fuorcla da Rims - Lais da Rims - Il Quar - Sur En - Scoul
Chamonna Lischana - Lischana Hütte - Piz San Jon - Fuorcla da Rims - Lais da Rims - Il Quar - Sur En - Scoul

2-Tages-Wanderung zur Chamonna Lischana

Nach der letztjährigen Wanderung zur Fornohütte trafen sich nun dieses Jahr am 20. August 2022 neun Member aus der ganzen Schweiz am Bahnhof Scuol. Gemeinsam bestiegen wir das Postauto, welches uns zum Ausgangspunkt «Scuol San Jon» brachte. Das Wetter war etwas bewölkt, aber für den reinen Zustieg zur Hütte geradezu perfekt.

Von dort nahmen wir gemeinsam den Aufstieg in Angriff zur Chamonna Lischana (https://www.lischanahuette.ch/aktuell). In etwas mehr als zwei Stunden galt es die über 1000 Höhenmeter zur Hütte zu bewältigen. Dabei verliessen wir langsam das bewaldete Gebiet und tauchten ein in eine wunderbar karge Steinlandschaft. Fernab von der Zivilisation befanden wir uns, abgesehen von ein paar Murmeltieren und Steinböcken, in fast totaler Stille. Nach einiger Zeit passierten wir die Baumgrenze und konnten in der Ferne schon unser Tagesziel erkennen. Auf einem Felsvorsprung wie ein Thron: die Chamonna Lischana.

Oben angekommen, gönnten wir uns zuerst eine Pause mit kühlen und warmen Getränken (jeder, wie er’s mag), ehe wir kurz das Zimmer bezogen und noch etwas die Gegend erkundeten. Tino konnte es nicht lassen und bestieg noch kurzerhand einen Vorläufer des Piz San Jon auf knapp 3000 Metern über Meer. Im Anschluss kam er rennend, aber pünktlich, zum Abendessen (auch hier jeder, wie er’s mag :-)).

Wir wurden kulinarisch verwöhnt mit Suppe, Salat, einem vegetarischen Linsencurry mit Reis sowie mit einem Dessert. Alles in allem ein gemütlicher Abend, welcher von den einen schon früher und von den anderen etwas später beendet wurde. Die Nacht verlief dann, wie so Nächte auf Hütten eben verlaufen. Etwas unbequem, nicht viel Schlaf, dafür erstaunlicherweise diesmal ohne Geschnarche 🙂

Während die einen schon um 04:00 Uhr morgens aufstanden, um zu fotografieren, traf sich der Rest der Gruppe dann um 06:30 Uhr zum Frühstück. Danach wurden die durch das Hütten-Team abgefüllten Getränkeflaschen mit Marschtee und Wasser behändigt, ehe wir den Tag bei schönstem, wolkenlosem Wetter begonnen.

Als erstes begrüsste uns vor der Hütte direkt eine Herde Steinböcke bestehend aus ca. 20 Tieren, inklusive Jungtieren. Im Gänsemarsch ging es zuerst durch eine Geröllhalde, bevor wir auf einen halbwegs markierten Pfad kamen. Ziemlich schnell wurde es auch schon wieder steil. Aber genau deswegen waren wir ja auch dort.

Knapp eine Stunde und 500 Höhenmeter später erreichten wir das erste Zwischenziel, den Passübergang «Fuorcla da Rims». Dort halbierte sich unsere Gruppe für einen Moment. Während die einen den nahe gelegenen Piz Lischana auf über 3000 Metern über Meer bestiegen, oder was seit dem Felsabbruch im 2011 davon noch übrig blieb, begab sich die andere Hälfte der Gruppe bereits in Richtung Abstieg zum Seenplateau «Lais da Rims». Die Hoffnung, von den vielen Bergseen einige tolle Fotos machen zu können, wurde jedoch bald im Keim erstickt, weil auch auf dieser Höhe das heisse Klima zu Wassermangel und ausgetrockneten Seen geführt hatte.

Später kamen wir dann alle wieder zusammen und marschierten über Geröllfelder und karge Hochebenen, ehe wir wieder langsam zur Baumgrenze kamen. Der anfangs des 20. Jahrhunderts in den Felsen gesprengte 600 Meter lange Felsenweg «Il Quar» machte den krönenden Abschluss. Danach ging es durch das Val d’Uina zurück nach Sur En und von dort wiederum nach Scuol.

Erschöpft aber glücklich traten wir gemeinsam die Heimreise an, ehe sich unsere Wege wieder trennten.

Heute geschriben von unserem Member David.

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